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Archive for Juli 2008

Herzlich Willkommen beim Chefideologen! Die Begeisterung kennt keine Grenzen. Kinderlächeln, der Partei, die noch in Babyschuhen steckt fliegen die Herzen zu. Kaum verwunderlich. Aber manche äußern nicht ganz unberechtigte Skepsis am Erfolg unserer Bewegung. „Wie?“ fragen mich die Leute, „Wie, lieber Herr Chefideologe, soll eine Liste wie Kinderlächeln Profil entwickeln?“

Ich kann Ihre Bedenken verstehen. Es ist für eine Positivpartei, die für jeden und jede um jeden Preis wählbar sein soll, immer ein Spagat, Kanten zu zeigen ohne an zu ecken. Die anzustrebende Strategie ist folgende: so profilbehaftet wie unbedingt nötig und so glatt wie nur irgendwie möglich muss sich die Liste Kinderlächeln präsentieren!

Kritik ohne Substanz

Substantielle Kritik führt zu Gegenmeinungen, Diskussionen, Streitereien, und sollte deswegen vermieden werden. Wir sind schließlich keine Berufspolitiker aus irgendwelchen Altparteien! Sehen Sie? Substanzlos und dennoch wirksam: Altparteien, Berufspolitiker, Sesselkleber…das zum Beispiel sind Schlagwörter, mit denen wir uns abgrenzen können von die da oben, die sich arrogant und abgehoben immer weiter von den kleinen Leuten mit ihren Ängsten und Sorgen entfernen. Verstanden? So wie es klüger ist, anstatt konkreter Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung mehr Preisgerechtigkeit und überhaupt mehr Kinderlächeln zu fordern, so ist es auch zielführender, den Berufspolitikern im Allgemeinen, die ja nur auf den eigenen Vorteil schauen, die Schuld an der ganzen sozialen Kälte zu geben, anstatt konkrete Inhalte zu kritisieren.

divide and conquer

Alle Parteien sind schlecht. Aber nicht alles ist schlecht, und alle Parteien sind auch in irgendeiner Hinsicht gut. Wir wissen die Verdienste der einzelnen zu schätzen, und doch ist keine wählbar. Eigentlich ist alles super, wenn da nicht eben…. Beispiele:

„Der Faymann ist ein sympathischer, kompetenter junger Mann mit Handschlagqualität. Wir vom Kinderlächeln kennen ihn persönlich sehr gut, und wissen auch seine Hilfsbereitschaft und soziale Ader zu schätzen. Aber in dieser Schuldenpartei der machtgierigen roten Bonzen, Gewerkschaftern (ich sag nur Bawag) und einer dauernd sudernden Basis gibt es keine Zukunft, in der unsere Kinder was zu lächeln haben. Selbst wenn Faymann Superman wäre, hätte er diesen Sauhaufen nicht im Griff. Schade um solche Leute wie den Werner.“

„Außer uns ist die ÖVP die einzig wahre Familienpartei, die glaubwürdig dafür steht, gutes zu erhalten und neues zu gestalten. Aber dieses Drüberfahren die ganze Zeit, dieser Neokapitalismus, dieser Sozialabbau. Da sollten sich manche so genannte Christen ordentlich Schämen!“

oder vielleicht, je nach Publikum, Medium und Situation: „Die ÖVP weiß wenigstens, wie man Arbeitsplätze schafft, und dass man nicht mehr Geld ausgeben kann, als man einnimmt. Aber diese verkorkste, erzkonservative, mittelalterliche, intolerante, homophobe, xenophobe und elitäre Einstellung, die manche dieser Kerzenschlucker an den Tag legen….“

oder auch: „Die ÖVP ist sowieso die einzige seriöse Europapartei mit einer konsequenten Linie. Eine Partei, die ihre Grundsätze nicht so einfach für etwas politisches Kleingeld ablegt.  Wenn nicht noch immer Schüssel, dieser heimliche Obmann, darauf schauen würde, dass man bloß nichts tut außer verhindern, wäre die Volkspartei schon fast regierungsfähig.“

retro: „Die Grünen sind eine außerordentlich sympathische Partei mit guten Ideen und einem tollen, sehr besonnenen und gescheiten Chef. Eine Regierungsbeteiligung aber wäre wie eine Zeitbombe, niemand weiß, wann die Kommunisten, Haschtrafikanten und Zwangsvegetarier rebellieren, aber dann wirds gewaltig krachen!“

modern: „Grüne Politik ja, Van der Bellen und Glawischnig, nein. Langweilig, niemand braucht eine zweite ÖVP.“

„Der Strache weiß wenigstens, dass die Politik gefälligst die Interessen der Österreicher zu vertreten hat, andere vergessen das gerne einmal. Aber bitte warum muss er denn andauernd schimpfen? So bringt man sicher auch nichts weiter.“

Auch Ihre Ideen sind gefragt!

Das alles waren natürlich nur Beispiele, um zu zeigen, wie sich Ihr Herr Chefideologe die Stimme des Lächelns vorstellt. Erste offizielle Sprachregelungen werden die Parteigremien beschließen, sobald es diese gibt. Nächstes Mal werde ich die Ausgangslage inhaltlich betrachten und überlegen, wir wir uns bei den großen Themen am geschicktesten nicht positionieren.

Weiterhin gilt natürlich die Aufforderung, unsere kleine Partei mit guten Ideen zu unterstützen! Alles gute!

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Dass sich Medien und Politik verschränken ist nichts Neues. Von je her waren Menschen, die etwas zu sagen hatten, auf ein Medium angewiesen, das die Nachricht verbreitet.  Heute ist der Meinungsmarkt aber riesig: Seit 20 Jahren erleben wir die Nachrichtenflut im Internet und Spompanadln können gar nicht klein genug sein – es kann und wird alles veröffentlicht. Jeder schreit.
 
Es lebe die Zeitungsspirale! Wir springen auf!
Denn Abnehmer finden sich überall. Alles „on demand“, alles flexibel – es ist zum aus dem Arsch bluten.
Womit das Verhältnis kippt: nicht mehr Politiker geben Themen vor, sondern Medien werfen Themen auf und zwingen die vormaligen Meinungsführer Politiker in die Rolle des Rechtfertigenden. Ein Getose, in der der kommunizierende Akteur nur mehr Facetten eines Themas zu unterstreichen oder zu entkräften versuchen kann. Oppositionelle können ihre Rechtfertigungen in wilde Fantasien ausufern lassen, Koalitionsbeteiligte versuchen zu retten, was zu retten ist, haben sie doch ihre geführte Politik (leider) als brettlharte Unterlage, d.h. die Wirklichkeit als Berechnungsgrundlage. Zugegebenermaßen ist die Wirklichkeit verrenkbar, aber…
Der Wahlkampf 08 wird uns dies noch stärker als jemals zuvor vor Augen führen. Unverschämt kalkulierte Reaktionen stehen auf der Tagesordnung, nicht innovative Ansätze zur Verbesserung einer Gemeinschaft. Weil sich schließlich jeder als informiert versteht, jeder auf seine Art, kann man sich viele Wahrheiten aussuchen.
– Westhenthaler hat Meineid gebrochen, wurde dafür verurteilt. Anstatt sich dem Urteil zu beugen, ist der ganze Aufruhr natürlich nur Hetze von links gen Rechts. O-Ton: „Dies ist ein politisches Urteil!“. Seine potentiellen Wähler sind „die da unten“ und wissen genau, wie es ist, in einem System den Kürzeren zu ziehen – ob zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt. Dieses Urteil fällt man ohnehin selbst – wie Westenthaler eben. Und obendrein könnte genau dieses „das lassen wir uns nicht mehr gefallen!“-Gehabe dem Bündnis Zukunft (welche nur?) sogar zum Vorteil gereichen. Wenn beinhart kalkuliert eingesetzt am großen Meinungsmarkt.
– Die Noch-Regierung sah sich einem anderen Druck gegenüberstehen: Ein professionelles Urteil über die Zukunft der Finanzpolitik hinkte dem der Medien, die stets die rhetorische Frage mitschwingen lassen: „Wollt ihr um 69€ weniger verdienen, dafür aber in der EU sein?“, aussichtslos hinterher. Rationale Entscheidungen, die die Pensionen einer jetzigen Generation 40- sichern sollten, konnten in den unmittelbar und umfassend beurteiltenden Politikseiten der dem Moment verbundenen Zeitungen wohl auch nur schwer bestehen. „Also doch lieber die Goschn halten,“ hat man sich vielleicht gedacht, „in ein zwei Legislaturperioden wieder die anderen dranlassen, die sollens richten – und wenn nicht:ja, na dann Gnade ihnen Gott, denn es wird eine vernichtende Kampagne geben!“

Es ist unglaublich, wieviel Lärm der Stillstand produzieren kann…

 

Es stellt sich also die Frage: Macht Politik noch Politik der Politik willen, oder macht Politik der kurzlebigen Schlagzeile wegen Politk? Hat Politik noch was zu Machen? Oder hat die Politk ihre Macht verloren? Hat Politik überhaupt eine Wahl, oder ist die Unterordnung die einzige Existenzsicherung? Brauchen wir gor neue Konzepte?
Lieber Herr Chefideologe, ich bitte um mutige Beantwortung in Kommentarform…
Ratlos, 
Ihr Kernfragensachverständiger

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Serwas, hier Klugscheisser! Gestern waren die Roten dran, heute gehts um die Volkspartei!

Willi Molterer hat Eier! Mutig, entschlossen, taktisch klug hat er bestimmt, wann es endgültig reicht. Dieser Politiker hat das Gesetz des Handelns auf seiner Seite, ihm traut man zu, die ÖVP wieder auf den ersten Platz zu führen, wo sie auch hin gehört. Alles Illusion, Molterer will gar keinen Wahlkampf, will keine Fernsehauftritte, keine Ansprachen, und schon gar nicht mit Leuten reden. Aber was sollte er tun? Wenn Schüssel, der heimliche Chef droht, ihm seine Antidepressiva zu verstecken, dann hat er keine Wahl.

Seit Wolfgang Schüssel 1995 die Partei übernommen hat gilt: Wenn die ÖVP Stimmen verliert, gibt es keine volle Legislaturperiode – basta, amen, da fährt der Zug drüber!

Nach dem großen Irrtum des undankbaren Xindels, dass sich Wählerschaft oder Souverän nennt, ist es ordentlich umgegangen in der Volkspartei! Um einen Generationswechsel zu verhindern, der, Gott behüte, die ÖVP ins 21. Jahrhundert hätte führen können, musste allerhand „wir sind die Zukunft und wir machen alle mit“-Schnickschnackfirlefanz inszeniert werden. Die sogenannte Perspektivengruppe zum Beispiel: Noch nie wurde ein so breiter Dialog mit der Basis, ein so unglaublich offener Diskussionsprozess mit so großer Professionalität zentral gesteuert abgewürgt, ohne dass es jemand merkt. Und was muss man tun, um in der ÖVP als Zukunftshoffnung zu gelten? Kondome verteilen und Schweinsbraten essen, das reicht schon. Es hat funtkioniert, die Generation Molterer/Schüssel tritt wieder an, die Gerüchte rund um ein Comeback Liesl Gehrers wollen auch nicht verstummen.

Eigentlich schade, schließlich wartet an jeder Ecke der talentierte politische Nachwuchs. Ein Beispiel dafür ist mein Interviewpartner Bertl, Schriftführerstellvertreter der jungen ÖVP in einem kleinen Dorf:

Klugscheisser: Bertl, du bist seit zwei Jahren bei der jungen ÖVP. Wir vom Ponyhof finden es toll, wenn sich junge Leute engagieren. Warum bist du dabei?
Bertl: Weil mein großer Bruder schon früher dabei war.
KS: Warum?
Bertl: Weil er gern im Bezirk was werden möchte.
KS: Was machts ihr so?
Bertl: Krampuslauf, Osterfeuer, Ausflüge, Konzerte, wir haben es immer ziemlich lustig bei uns im Ort.
KS: Macht Silvia Fuhrmann ihre Arbeit gut?
Bertl: Wer?
KS: Welche Koalition soll nach der Wahl regieren?
Bertl: Nicht die Roten!
KS: Und wer schon?
Bertl: Schwarz-Grün glaub ich. Grün ist ja nicht so schlecht, Schwarz ist super in Wirtschaft, das wäre schon in Ordnung.
KS: Wen wirst du wählen?
Bertl: Die ÖVP, weil die anderen kannst eh vergessen.
KS: Hat die ÖVP gut gearbeitet? Ist Molterer ein guter Obmann?
Bertl: Du, ich weiß nicht so genau. Uns gehts da mehr um den Ort, was für die Gemeinschaft tun, Parteipolitik ist nicht so unseres. Wir sind da eher unpolitisch.
KS: Rosa Luxemburg hat gesagt: „Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.“
Bertl: Is ja urgeil!
KS: Danke für das Gespräch!

Mir reichts auch. Nächstes mal die Grünen. Wiederschaun!

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Meine Verehrung,

„es reicht!“. Und damit fiel erst (und abermals) der Startschuss, womit es uns wirklich reichen sollte.

Zeit, in der die Seiten der Medien internationale mit hausgemachten und neu ausgedachten Kinkerlitzchen österreichischer Politik tauschen. TV-Schlagabtäusche mit weniger Sinngehalt als ein Rezept für ein warmes Glas Wasser. Rechts schiebt nach links, links schiebt nach rechts und was entsteht ist nur Reibungswärme.

Die malerische Landschaft wieder mit devot-machtgeilen Fratzen zuplakatiert und Konvoys großer Versprechungen wälzen sich von Dorf zu Dorf auf Wählerfang. Der Überfall auf die menschliche Einfältigkeit.

Programme der Parteien aufgemacht als absatzsichere Reaktionen zu Aufregern in Zeitungen – prompt finden sie den Weg auf das Coaching-Zettelchen der Herrn und Frauen Politiker und schon lässt’s sich vortrefflich wettern. Das Diktat der Aufmerksamkeit. Alle sind sie Trittbrettfahrer – visionäre Politik findet keinen Boden und fällt in die Bedeutungslosigkeit ab.

Der Tod der Sachpolitik – hurra, es lebe der Wahlkampf.

Und an diesem Punkt reicht es mir nun, aber gewaltig. Es stinkt zum Himmel, wie sehr Macht das oberste Interesse ist, anstatt mutige und standfeste Sachpolitik zu betreiben. Sachpolitik mit dem Ziel, der Maximierung des Glücks, des heiteren Lebens!

Die vordergründigen Themen sind wieder abstrakte Werte in einer Gesellschaft, die eigentlich ganz andere Probleme hat: das Grüßen auf der Straße ist passé, freundliches Türaufhalten geht schon als erstes Anzeichen von Stalking durch, sich Milch beim Nachbarn auszuborgen ist eine Überschreitung der Privatsphäre, Erste Hilfe zu leisten ein Wagnis statt aus sich selbst schreiende Pflicht, Käfige werden gebaut wo Spielplätze sein sollten. Um doch noch etwas wie Sozialität zu erleben hat sich der moderne Mensch auszustaffieren mit Artikel des kollektiven Konsums – schicke Kleider, schnelle Autos, Alkohol und Drogen – und im Rausch darf man die Contenance verlieren und Mädchen unmoralische Angebote machen…

Wir brauchen Politik, die uns wieder zu Menschen werden lässt. Die uns die Angst vorm Nächsten nimmt, Barrieren zwischen Menschen beseitigt und das Zwischenmenschliche neu entdeckt. Ich rufe die Politik auf, ihr Handeln darauf zu prüfen, ob es am Ende ein Kinderlächeln geschehen lässt!

 

„Kinder an die Schüsseln! Liste 8 – Ein Kinderlächeln!“

 

Jetzt geht es um die kleinste Ebene, das persönliche, die Familie, Nachbarschaft, Freunde, Bekannte und die Kläranlagenwartin von nebenan  – alle haben sie wie wir es verdient, in einer Zeit zu leben, in der das eigene Lächeln wieder die Unschuld eines Kinderlächelns tragen darf. Schaffen wir dazu jetzt die Vorraussetzungen! Nehmen wir die Herausforderung an – damit es für unsere Kinder nicht zu spät ist!

Die Rückkehr zum Wesentlichen – zur Zukunft Österreichs!

Um Grundsätzliches werde ich mich auch demnächst schern: Politik: Sinn und Unsinn eines Konzepts. Bis demnächst und denken sie an was Schönes vorm Einschlafen!

Ihr Kernfragensachverständiger

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Grüß Gott, hier spricht abermals der Chefideologe! Seit gestern, seit meiner Ankündigung, eine eigene Liste mit dem Namen „Kinderlächeln“ gründen zu wollen, sind unzählige E-Mails und Anrufe von Leuten eingelangt, die uns unterstützen, Mut machen, oder einfach nur Glück wünschen wollen. Das bestätigt einmal mehr, wie dringend dieses Land ein Kinderlächeln nötig hat. Gemeinsam werden wir das Kind Schritt für Schritt bis in die Zielgerade, in den Nationalrat schaukeln!

Bis dahin müssen aber noch jede Menge theoretische Überlegungen angestellt und die strategischen Rahmenbedingen genau unter die Lupe genommen werden. Wie bereits angekündigt geht es heute um unsere liebsten Kollegen und möglicherweise härtesten Konkurrenten: die drei wichtigsten Spaßparteien des Landes!

Liste Dr. Martin

Hans Peter Martin, Europaabgeordneter: War 1999 das plakative Gesicht der SPÖ Delegation, deren Chef er gerne geworden wäre, ohne der Partei bei zu treten. Außerdem hätte er für diese undankbare Fraktion tatsächlich etwas tun sollen, nämlich Reden halten, aktiv an Ausschüssen teilnehmen, Repräsentationsarbeit u.v.m. – weit unter seiner Würde! Als ob es nicht reicht, ein bekannter Buchautor zu sein und Wahlkampf zu führen, um 5 Jahre lang Gehalt und Spesen zu kassieren. Dass mit diesen Roten keine Union zu machen ist, hat Martin goldrichtig erkannt, und geht nun mutig seinen eigenen Weg.

Von jetzt an hatte der endlich freie Abgeordnete Zeit, sich auf den Wahlkampf 2004 vor zu bereiten. Von nun an wurde alles, was er sich vom EU-Parlament so sehnlichst gewünscht hätte (Freizeit, dicke Spesen und nochmals Freizeit) seinen Kollegen vorgeworfen. Die perfekte Inszenierung des großen Aufdeckers führte mit Hilfe der Kronen Zeitung zu einem beachtlichen Wahlerfolg. Natürlich waren auch die Voraussetzungen gut. Während inländische Wahlen zu dieser Zeit noch ernst genommen wurden, brauchte Europa bereits Spaßparteien, damit überhaupt jemand zur Wahl geht.

In der Zwischenzeit hat er eine Nationalratswahl verloren, seine Listenzweite hat die Fraktion gewechselt und er ist Opfer von Betrugsvorwürfen. Egal, Hauptsache EU-Parlament.

Davon lassen wir uns nicht entmutigen! Über 2% Stimmenanteil mit reinem Negativwahlkampf in einem politischen Klima, in dem die Mehrheit noch geglaubt hat, wählen wäre mit Verantwortung verbunden, sind gar nicht so schlecht, wie es scheint. Mit etwas mehr positiver Stimmung (z.B. durch ein Kinderlächeln) hätte es Martin geschafft, und das schlimmste Scheitern österreichischer Politik seit Beginn der Republik verhindern können.

Bündnis Zukunft Österreich

Die einzige im Bunde mit Regierungserfahrung und Landeshauptmann! Wer aber glaubt, das BZÖ wäre die erfolgreiche Spaßpartei schlechthin, das ganz große Vorbild für die Liste Kinderlächeln, der ist auf dem Holzweg. Das BZÖ existiert ausschließlich in Kärnten, bekommt alle seine Stimmen in Kärnten und würde ohne Kärnten, wo es als die wahrscheinlich größte Schmähpartei der Welt agiert, von überhaupt niemandem wahr genommen.

Die Bundespartei ist lediglich ein politisches Experiment. Bündnissprecher Westenthaler hat mit Landeshauptmann Haider gewettet, ob er es schafft, so viele Wähler zu vertreiben, dass das BZÖ an der 4% Hürde scheitert. Der ehrgeizige Westenthaler gibt 110%, redet Schrott, stellt Analphabeten auf die Liste, gibt sich so unsympathisch wie nur geht und wird wegen falscher Zeugenaussage angeklagt. Vergebliche Mühe, Haider und das Kärntner BZÖ sind viel zu stark. Fazit: Sicher kein Vorbild für die Liste Kinderlächeln!

Liste Fritz

Wenn auch ein regionales Phänomen, vom Stand weg auf 18% – wow! Vom Dinkhauser Fritz können wir einiges lernen: nicht zu viel Inhalt, etwas fürs Herz („fia die Menschn und nit gegn die Menschn“), viel Kritik an den etablierten Parteien und bloß nicht zu intelligent tun, sonst weckt man Misstrauen! Fritz ist ein echtes Vorbild für unser Projekt!

Nächstes Mal gehts weiter mit der Planung unseres Wahlantritts! Moralische, und auch tatkräftige Unterstützung, sowie Ideen, wie wir den Wahlkampf anlegen sollen, sind immer wilkommen! Alles Gute!

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Was würden Sie wählen? Inflation, totale Überwachung, Tschad-Einsatz? Regierungskrise, Dauerstreit? Oder das glückliche Lächeln eines Kindes? Eben! Das unschuldige Kichern eines Babys oder etwa Gusenbauer und Molterer? Keine Frage! Rote, schwarze, grüne und blaue Parteien, oder jung-frech-dynamisches Kinderlächeln? Eindeutig. Politiker an den Futtertrögen oder Kinder an den Schüsseln? Wir können gar nicht verlieren!

Beispiel: „Kinder an die Schüsseln! Liste 8 – Ein Kinderlächeln!“

Werte Ponyhof Community, ich bin der Chefideologe, dies ist mein erster Blog-Eintrag und heute schon habe ich Großes zu verkünden: Mit Eurer Unterstützung wird die Liste „Kinderlächeln“ bei der Nationalratswahl 2008 antreten können, um ins Parlament ein zu ziehen. Im Folgenden werde ich, Euer werter Herr Chefideologe erläutern, warum kaum jemand die Liste „Kinderlächeln“ wird aufhalten können:

Ära der Spaßparteien

Die Regierung ist gescheitert, die Menschen haben den Glauben an die Politik verloren. Blaue Rabauken und grüne Langeweiler sind schon lange keine brauchbare Alternative mehr zu den roten Umfallern und schwarzen Verhinderern, die ihr letztes Kapital, das Image staatsmännische, verantwortungsbewusste Stabilitätsfaktoren im Land zu sein, in kurzer Zeit spektakulär verschleudert haben. Die ÖsterreicherInnen sind Politikerverdrossen und der Streitereien überdrüssig. Diskussionen, Inhalte, Pros und Contras, Wirtschaft, Bildung, Zukunft und Gesellschaft – das alles interessiert heute keine Sau! Der 28. September wird der Tag der Spassparteien!

Dabei werden wir das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern können an eine große österreichische Tradition der letzten Jahre anknüpfen. Hans Peter Martin, Bündnis Zukunft Österreich und Dinkhauser Fritz haben Pionierarbeit geleistet und bewiesen: Inhalte waren gestern. Erfolgreiche Politik des 21. Jahrhunderts erreicht nicht die Köpfe, sondern die Herzen!
Das wars für heute, ich hoffe auch Sie teilen meine Ansicht, dass dieses Land dringend ein Kinderlächeln braucht, und werden das Projekt unterstützen. Mehr dazu in den nächsten Tagen.

Morgen werde ich die drei genannten Spaßparteien näher unter die Lupe nehmen, vielleicht kann die Liste Kinderlächeln ja noch etwas von ihnen lernen. Alles Gute!

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Willkommen im Ponyhof, willkommen in meinem Blog. Ich bin hier der Klugscheisser, und sehr stolz darauf, die großartige, neue Weltverbesserungsplattform Ponyhof08 mit professionellen und objektiven Kritiken zu Wahlkampf und Innenpolitik bereichern zu dürfen.

Was soll ich sagen!? Eigentlich bin ich ja stark politikerverdrossen, und würde lieber speiben, als irgendjemanden zu wählen. Ich hoffe ehrlich gesagt sehr auf die Idee vom Chefideologen im Hof, eine eigene Liste zu gründen, aber erstens darf ich nichts verraten (Das wird der Chefideologe bald selbst verkünden), und zweitens muss ich mir die Sache noch genau anschauen, bevor ich meine Unterstützung zusage.

In den nächsten Tagen werde ich, sozusagen als Einstimmung, die derzeitigen Parlamentsparteien auf ihre Bilanz und Wählbarkeit hin überprüfen. Trotz meines wohlmeinenden, fairen und besonnenen Stils, so viel ist heute schon klar, wird unsere Parteienlandschaft eine hässliche Fratze der Unfähigkeit offenbaren. Sehen wir uns heute mal die roten Gesichter an:

Werner Faymann, designierter Obmann und Spitzenkandidat der SPÖ, pragmatischer Aal im George Clooney-Style und unehelicher Sohn von Onkel Hans. Dieser Mann tritt als Parteichef in die Fußstapfen ganz ganz großer Staatsmänner wie Alfred Gusenbauer und Viktor Klima. Alfred „Hauptsache Kanzler“ Gusenbauer war bekannt als ideologietreuer, theoriebewusster Sozialdemokrat mit Prinzipien, eine Last, die er vor den harten Koalitionsverhandlungen mit Leichtigkeit abgeworfen hat. Faymann kann das nicht passieren – sollte man meinen, andererseits hat man auch nicht geglaubt, dass Gusenbauer im liegen umfallen kann…..egal, der Mann ohne Eigenschaften ist unverbrauchter, sympathischer und schöner als der Kanzler, außerdem lächelt er viel!

Die Regierungsbilanz der SPÖ kann sich sehen lassen: die Studiengebühren gibt es noch, die Erbschaftssteuer nicht mehr, und der Eurofightervertrag, der die Republik mal ordentlich abzocken sollte, wurde zugunsten eines noch schlechteren Vertrages neu verhandelt. Wer Sätze wie „In einer Koalition mit uns wird es sicher keine Studiengebühren geben“ glaubt, ist zwar eh ein Volldepp, aber für irgendwas muss die Partei ja regieren, denk ich mal. Keine Bildungsreform, keine Gesundheitsreform…aber die Legislaturperiode wurde verlängert, gratuliere! Hätte der Kanzler nicht Nachhilfestunden gegeben, es wäre wirklich alles umsonst gewesen.

Das Wichtigste sind jetzt ein möglichst seltsames Wahlergebnis ohne klare Mehrheiten, und monatelanges sondieren, verhandeln, Verhandlungen abbrechen, Krisensitzungen beim Bundespräsidenten, erneut sondieren, Verhandlungen wieder aufnehmen und so weiter und so fort. Denn dann, und nur dann kann Gusenbauers großer Traum noch lange dauern.

Vielen Dank. Ich hoffe, du liest auch nächstes Mal mit, wenn die Volkspartei an der Reihe ist. Es wird auch ein spannendes Interview mit einem engagierten Mitglied der ÖVP-Jugend geben. D’Ehre inzwischen!

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