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Archive for August 2008

Haselsteiner kandidiert nicht,

aber macht Heide Schmidt die Haare schön – während sie als Cindy dasteht,

die die Strabag auf seriöser Hand gen Kameras streckt.

Es könnte schlimmer sein – SPÖ powered by Siemens beispielsweise,

aber als nachhaltige Menschen geht es uns um Tendenzen,

Türen, die einmal aufgestoßen wurden, werden nicht mehr verschlossen.

Nach und nach werden auch in der Alpenrepublik Menschen mit Geld wie Heu

ganz unverhohlen im Schafspelz seriöser Politiker ebendiese vor den Wagen spannen.

Nicht den Staat, die Gesellschaft wollen sie verändern,

aber sie schützen vor, eben dies zugunsten der Ärmsten zu wollen.

Da kann „Umverteilung!“ aus voller Kehle geschrien werden, 

aber wie glaubwürdig ist das,

wenn der Umsatzanstieg durch höhere Bekanntheit die eigenen Zugeständnisse in den Schatten stellt?

Politik ist DAS Opfer für eine geschickte Instrumentalisierung – 

auch wenn Politkverdrossenheit zum Kanon des gesunden Hausverstandes gehört,

vertraut man doch beständig darauf, dass alles so bleibt wie es ist,

oder zumindest: dass man mit der Zeit noch Schritt hält.

Und so schleichen keine bösen Geister, aber geschickte Durchsetzungen ein.

Heide als Pony vor dem Karren?

Unbemerkt, gewöhnungsbedürftig, aber möglich.

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Liebe Ponyhof-Narren,

dass wir uns nicht ins Wort reden lassen, haben wir schon oft und eindrucksvoll bewiesen. Wir verstehen uns als Rationalisten mit Herz, deren Aussagen keinen Hintergedanken, sondern lediglich unserem Wunsch nach Verbesserung gehorchen – oder: Kinderlächeln ist unser Antrieb.

Was aber, wenn wir gar nicht die Möglichkeit bekommen, unsere Meinung kundzutun aufgrund gemeiner Zensur?

So geschehen letzte Woche im Blog „Das sagt ÖSTERREICH“ vom Kollegen Fellner. Der schrieb wiedereinmal in forscher Anbiederung:

„Faymann-Ideen sind goldrichtig – jetzt ist Molterer am Zug

Bis gestern habe ich in dieser Kolumne mehrfach gefordert, das Parlament müsse endlich in Sachen Teuerung aktiv werden – wenn schon die Regierung (vom Kanzler abwärts) nur mehr schläft und wahlkämpft.
Gestern hat Werner Faymann für seine Partei „Gesinnungsfreiheit“ verordnet. Sprich: Der Nationalrat kann endlich das tun, wofür er da ist – für seine Wähler konkrete Hilfe beschließen statt blockieren.
Faymanns Teuerungs-Offensive ist richtig: Die halbe Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wird zu einer deutlichen Preis-Umkehr in den Läden führen – endlich wird ein Preiskampf nach unten beginnen. Die 13. Familienbeihilfe für Familien mit kleinen Kinder ist notwendig – weil gerade die Jungfamilien unter der Teuerung stöhnen. Und die Abschaffung der Studiengebühr ist das richtige Signal für die Jungen. Faymanns Wahlkampf wird ­einen Turbo-Schub erhalten.
Auch Molterers Kontra-Argumente sollte man anerkennen: Geld verschenken ist zu wenig – es fehlen die SPÖ-Spar-Konzepte fürs Budget.
Das Wichtigste ist: Endlich hat ein Politiker die Initiative gegen die Teuerung ergriffen. Jetzt sind die anderen Parteien am Zug: Je mehr Gesetze gegen die Teuerung – umso besser. Willi Molterer könnte jetzt mit der versprochenen Preiskontrolle bei Benzin ­kontern. Ihr Auftritt, bitte.“

Ich schreib daraufhin, nicht minder forsch:

„Hm, Herr Fellner,

versteh ich nicht. Die Halbierung der Mehrwertsteuer kehrt den Preiskampf um?

Packen wir den Taschenrechner aus: Wenn Lebensmittel 100 € kosten, kommen derzeit 10% Mehrwertsteuer drauf. 110€ also. Nach der Senkung der Mehrwertsteuer wären es 105€.

Das entspricht einer Verbilligung von sagenhaften 4.5454544%! Können Sie sich ein Billa-Plakat mit dem Angebot “WAHNSINNS-DIENSTAG! ALLES MINUS FAST 5%!” vorstellen?

Herr Fellner, sie sind ja bestimmt ein gescheiter Mann – sonst könnten Sie schließlich keine Firma wie ÖSTEREICH führen. Und sie bezwecken bestimmt etwas mit Ihrer Aussage, dass dieser freche Schritt Faymanns richtig wäre. Aber rechtfertigt dieser Hintergedanke für Sie, dass ein dahergelaufener Botschaftsreferent Ihnen etwas vorrechnet, Sie dabei genauso gut für nur wenig bemittelt halten könnte, und sie trotzdem weiterhin Blödsinn verzapfen werden? Sie stellen sich blöd in aller Öffentlichkeit, lassen die Hosen runter – warum nur? Jaja, die Hintermänner, nicht wahr… man hats nicht leicht, stimmts?

Bitte verzeihen Sie meine provokanten Worte,
Beste Grüße in trotzdem tiefster Verneigung für soviel Unternehmergeist,

Botschaftsreferent Delusconi
(vom Ponyhof08.wordpress.com – Liste08 – ein Kinderlächeln)

P.s.: Schöne Grüße vom Chefideologen. Der hat sein Abo bei Ihnen storniert, weil sie die Idee glücklicher Kinder durch ihren Nachrichten-Alarmismus und kontinuierliche Panikmache mit schweren Stiefeln treten.“

Der Beitrag wurde zensiert. Naja, vielleicht darf man sich da ja auch gar nicht wundern: Weder ich, wenn ich so provokant auftrete, noch Fellner, wenn er so anstandslos plump ist. Ende.

Trotzdem glücklich und fidel,

Ihr Botschaftsreferent Delusconi

P.s.: Steigen Sie um auf fairen Handel – das würde mich freuen!

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>>> Programmtipp

van der Bellen

vs.

Faymann

Für all jene, die in letzter Zeit schlecht schlafen: der ORF bietet ein Stück Wellness- und Entspannungsfernsehen, dass jeden hartgesottenen Insomnianer in das Sandmännlein-Land entwürfen wird.

ORF 1, 21.15 Uhr

Wenn heute der grüne Professor und die gekrönte Hoffnung roter Genossen aufeinandertreffen, bleiben alle Steine auf den anderen, werden keine Bäume ausgerissen, wird nicht geschimpft, höchstens gerügt, nicht gezankt, höchstens ein mahnender Finger in die Höh‘ gestreckt – denn Faymann meint, es wurde genug gestritten und van der Bellen murmelt nur traurig: „nicht mit mir“. Erleben Sie eine bemühte, weil unterforderte Thurnherr, müdes rotes Lächeln und strenge grüne Teilnahmslosigkeit.

Nicht „van der Bellen vs. Faymann“ also, sondern „van der Bellen, Faymann“: Das einzige „vs.“ werden wohl die Zuschauer gegen den Schlaf führen…

Wir freuen uns auf einen besinnlichen Abend,

Ihr Botschaftsreferent Delusconi

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>>> Programmtipp

HAIDER

vs.

STRACHE

Um 21.15 Uhr in ORF 1 findet der Auftakt der Wahlkampf-Duelle des Sommers 2008 statt. Natürlich werden wir unseren Fernseher ebenfalls anwerfen und das Gemetzel verfolgen.

Wir freuen uns auf einen besinnlichen Abend,

Ihr Botschaftsreferent Delusconi

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Serwas Leute! Seit Beginn dieses Blogs habe ich SPÖ, ÖVP und die Grünen analysiert, jetzt sind endlich FPÖ und BZÖ an der Reihe.

Das sogenannte dritte Lager ist gespalten, war es auch schon immer. Egal, ob es um die Spannungslinie liberal/rechts, etwas rechts/ganz recht oder um rechtspopulistisch/rechtsradikal geht, zum streiten gab es immer schon genug. Und warum nennt man diesen Sauhaufen „3. Lager“? Das hat historische Gründe. Die Übermächtigen Großparteien („Lager“) mit ihren unzähligen loyalen Mitgliedern, der Hass auf die jeweils anderen, das Ignorieren der Kleinpartei, das alles löste Neidkomplexe aus. Man wollte auch ein Lager sein, und nannte sich von nun an so. Außerdem war der Begriff der einzige gemeinsame Nenner zwischen den Liberalen und den alten Nazis in der Partei.

Heute verläuft eine offizielle Spaltung zwischen FPÖ und BZÖ. Das BZÖ versucht an alte FPÖ-Erfolge anzuknüpfen, indem hinter Haider einfach nichts ist. Ideologien, Programme und intelligente Mitstreiter hindern einen echten Jörg nur daran, sich frei zu entfalten, das hat die Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen. Deshalb stoßen auch die neuen Sympathien eines Ewald Stadler zum BZÖ nicht auf bedingungslose Gegenliebe.

Die FPÖ versucht an alte Erfolge anzuknüpfen, indem eine junge politische Marionette  den alten Haider kopiert. Erfunden wurde HC Strache wahrscheinlich gemeinsam von Mölzer und Stadler. Nach der Scheidung der beiden bleibt Heinz Christian bei Andreas Mölzer und schließt Ewald Stadler aus der FPÖ aus.

Während der Haider der 90er ein neues, beängstigendes, aber nicht uninteressantes Phänomen war, ist es eigentlich nur mehr peinlich, wenn ein politisches, intellektuelles und rhetorisches Würschtl, ein wandelnder Gesprächsleitfaden, wie HC Strache Erfolge feiert, indem er Haiders auftreten, seine Themen, seine Art zu sprechen und sogar seine Slogans exakt kopiert:

http://bzoe.wordpress.com/2008/08/06/zwei-unterschiedliche-parteien-naturlich/

Mit Spannung erwarten wir heute die erste Fernsehkonfrontation im ORF, denn da werden die beiden blau/orangen Giganten aufeinander treffen. Zwei von den Medien schlecht behandelte, von den anderen Parteien ausgegrenzte und ausschließlich von den einfachen, fleißigen Österreichern richtige verstandene Oberösterreicher in Kärnten. So zumindest klingt es. Serwas!!

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LiebeR SoveränIn, du unendliche Weisheit,

Meine Wenigkeit, der Herr Chefideologe hat in seinem letzten Blogeintrag angekündigt, dass wir heute lernen, uns inhaltlich nicht zu positionieren – tun wir aber nicht, zumindest nicht heute. Der Ponyhof hat die ganze Nacht diskutiert („Wer lächeln will braucht ein Gesicht!“, „Wir werden alle noch das Gesicht verlieren!“…), und entschieden: Die Liste Kinderlächeln gibt sich einen Spitzenkandidaten!

Klotzen statt kleckern!

Keine falsche Bescheidenheit: es darf ruhig der Beste sein, eine Persönlichkeit von Welt! Jung und erfahren, zielstrebig und gütig, humorvoll und seriös, bekannt und dennoch unbelastet. Von allerhöchster Bildung hat unser Mann zu sein, doch zu Hause fühlt er sich bei den einfachen Menschen.

Am besten, man kombiniere die Dynamik eines Van der Bellen mit der Bildung von H.C. Strache, und der Begeisterung eines Willi Molterer. Dazu Faymanns Ecken und Kanten, gewürzt mit der unumstrittenen Beliebtheit von Jörg Haider.

Ernsthaft: Wir nehmen vom Werner das Optische und seine Kontakte zum Boulevard. Vom Jörg den Draht zur Jugend, vom Heinz-Christian die blauen Augen. Vom Professor nehmen wir den Titel und vom Molterer auch irgendwas.

Auf alle Fälle soll es ein normalgroßer Mann unter 50 sein. Sorry, Frauen. Ihr habt kaum Probleme damit, einen Mann zu wählen, aber viele Männer wählen nur ungern eine Frau. Und wir vom Ponyhof können nichts dafür.

Er soll aus einfachen Verhältnissen kommen, eine freundliche Stimme haben und jederzeit ein glaubwürdiges Kinderlächeln aufsetzen können. Die Medien müssen ihn lieben, seine Diskussionpartner fürchten. Wenn er eine seiner berühmten Reden hält, ist das wie eine Droge!

Glaubwürdigkeit überall!

Der ideale Obmann ist im Ausland geboren, wurde von zwei schwulen Männern aufzogen, ist heute mit einer überzeugten Hausfrau verheiratet, und Vater vieler Kinder. Ein toleranter Patriot also, der konservative Werte zu schätzen weiß, aber auch nicht vergessen hat, was Diskriminierung bedeutet.

Seine Biographie muss zumindest medial ausbaufähig sein, dass heißt, wir wollen uns auf die Fahne heften können, einen Universitätsprofessor als Vorsitzenden zu haben, der zusätzlich zu seiner Karriere als Manager in der Privatwirtschaft und seinen vielen Jahren als erfolgreicher Diplomat auch politische Efahrung sammeln konnte. Aber nicht unbedingt: Auch Karl Heinz Grasser galt ja als erfolgreicher Manager, Benita Ferrero Waldner als große Diplomatin. Adrian Holländer, Experte in der Kronenzeitung lässt sich sogar Professor nennen. Anything goes!

Bewerbungen bitte jetzt! Wir hoffen, Ihnen bald unseren Kanzlerkandidaten präsentieren zu können. Alles Gute!

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     .     SOON

      .      Kernfragensachverständiger

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