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Archive for Juli 2009

Ponyhof: Herr Strache, sprechen wir doch über ihre neueste Plakatserie. Sie wollen also Kommissionspräsident der Europäischen Union werden?

Strache: Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn es mir notwendig erscheint!

Ponyhof: Auf einem der Plakate ist ein etwas unglücklich aufgenommenes schwarz/weiß-Foto vom Amtsinhaber abgebildet, daneben ein farbenfroher HC-Strache als große Lichtgestalt. Dazu der Text: „Strache statt Barollo“.

Strache: Das dürfen Sie durchaus als Kampfansage verstehen. Ich sage Ihnen eines, Herr Klugscheisser, die Bürger haben diese abgehobenen Bürokraten satt. Die brauchen nicht glauben, Baroso wäre eine gmahte Wiesn. Da hat man die Rechung ohne den Bürger gemacht.

Poyhof: Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Strache: Wenn die EU der demokratische Verein ist, der sie immer vorgibt zu sein, einer, der den Willen der Bürger respektiert und umsetzt, dann ist auch ein Kommissionspräsident Strache durchaus nicht unwahrscheinlich. Ich sage Ihnen aber ganz offen: Da darf man sich keine Illusionen machen.

Ponyhof: Wir vom Ponyhof haben mit zahlreichen europäischen Spitzenpolitiker geredet, um Ihre Chancen aus zu loten. Frau Merkel sagte „Kein Kommentar!“, Herr Brown „Who the fuck is Strache?!?“ und Herr Berlusconi versprach sofort, seine Lieblingsnutte ins Rennen zu schicken, nur um Sie zu verhindern. Anschließend brach er in schallendes Gelächter aus, und meinte, das wäre gar nicht nötig, denn gegen Sie könne er sogar selbst Präsident werden.

Strache: Als ich sagte, ich werde Wiener Bürgermeister, hat das zuerst auch niemand ernst genommen.

Ponyhof: …

Strache: An den Reaktionen merkt man ganz deutlich, dass es langsam ungemütlich wird für die in Brüssel. Die Sesselkleber fürchten um ihre Posten. Logisch, sonst haben die ja nichts anständiges gelernt. Man darf auch die Lobbyisten nicht vergessen, und die Freimaurer, so wie die jüdische Hochfinanz, die allesamt massiv gegen mich und meine Person agieren. Aber ich fühle mich vom Wähler beauftragt, für das Volk zu kämpfen, und deshalb lasse ich mich auch bestimmt nicht unterkriegen.

Ponyof: Auch die Österreichischen Medien reagieren eher belustigt auf Ihre Karrierepläne…

Strache: Aber das sind wir doch gewohnt. Der Verrat an den österreichischen Interessen und die Hetze gegen FPÖ-Politiker haben ja Tradition in unserem Land.

Ponyhof: Was werden Sie als Kommissionspräsident anders machen?

Strache: Zuerst einmal wird ausgemistet in der Kommission. Die brauchen nicht glauben, dass Sie da weiter auf unsere Kosten Gurken krümmen dürfen. Die sollen raus gehen zu den Bürgern, damit sie sehen, was die wahren Probleme der Leute sind.

Selbstverständlich muss auch dieser unsägliche, zentralistische, die Todesstrafe über die Hintertür einführende, über die Köpfe der Bürger hinweg auspaktierte, antidemokratische Nationalstaatenentrechtungsvertrag von Lissabon in der Versenkung verschwinden. Und es ist das Gebot der Stunde, die Beitritte von Israel und Kongo zu verhindern!

Ponyhof: Kongo?

Strache: Kein Scherz! Ein 15-jähriger Blogger aus dem Kongo hat neulich geschrieben, dass eine Mitgliedschaft seines Landes in der EU einige Vorteile bringen würde. Da kann ich nur sagen: Wehret den Anfängen!

Überhaupt sollten wir in aller Gelassenheit die bisherige Osterweiterung durchdenken, und zumindest Schengen wieder aufheben. Es geht ja nicht an, dass Einbrecherbanden aus dem Osten unser Hab und Gut stehlen während die anderen Ausländer unsere Arbeitsplätze wegnehmen. Motto der Kommission Strache wird sein: „Österreich zuerst!“. Wir waren schon viel zu lange die Deppen und Melkkühe der Union. Auch die Abschaffung des Teuros muss diskutiert werden, da darf es keine Tabus oder Redeverbote geben, so wie es derzeit leider der Fall ist.

Ponyhof: Zum Abschluss noch ein Kommentar zur Innenpolitik?

Strache: Da zeigt sich wieder einmal, wer die einzig wählbare Partei im Land ist. Die Onkelkoalition ist wieder mal nur mit sich selbst beschäftigt, und die (sic!) BZÖ schickt ihre Heulsuse aus, um lächerliche Vershwörungstheorien über Haiders Tod zu verbreiten. Und was machen die Grünen? Die haben nun mit einer jungen, feschen Gehörlosen endlich Ersatz für die Rollstuhlfahrerin gefunden, die der ach so aufgeschlossenen Lifestylepartei wohl nicht hübsch genug war. Hauptsache eine Quotenmiderheit sitzt im Parlament, aber der Bürger stößt mit seinen Anliegen auf taube Ohren!

Ponyhof: Vielen Dank, dass Sie sich für ein kleines, unabhängiges Medium Zeit genommen haben.

Strache: Ich bin eben ein Poltiker, der mit allen redet. Einfach ehrlich, einfach Diskostrache!

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